ROSA OKTOBER: Brustkrebsvorsorge
Alles über die Mammographie, Tomosynthese und Angiographie der Brust – Verfahren für eine effizientere Früherkennung
In der Schweiz werden laut den Zahlen des Bundesamtes für Statistik jährlich 6.500 neue Fälle von Brustkrebs und 1.400 Todesfälle verzeichnet. Während die Zahl der entdeckten Brustkrebserkrankungen steigt, ist die Zahl der Todesfälle rückläufig. Dies ist auf die verbesserte Früherkennung zurückzuführen, insbesondere durch Mammographie, Tomosynthese oder Angiographie, einem neueren Verfahren zur Untersuchung der Brustdrüse, das die Erkennung verbessert, indem es die mit den Läsionen verbundenen Gefässstrukturen sichtbar macht. Affidea Schweiz bietet die Angiographie der Brust in ihren beiden Zentren für die Bildgebung bei Frauen in Freiburg und Sitten sowie in ihrem Brust-Zentrum in Zürich an.
Angiographie der Brust
Die Angiographie der Brust, auch kontrastmittelverstärkte Mammographie (CEM) oder Kontrast-Mammographie genannt, wird Patientinnen als Ergänzung zu gängigen Untersuchungen wie Mammographie, gekoppelt mit Tomosynthese, Brustultraschall, MRT der Brust oder Biopsie angeboten, um zusätzliche Informationen zu erhalten.
„Die Kontrast-Mammographie ist eine neue Methode, bei der die Bildgebung mit einer zeitnahen intravenösen Kontrastmittelinjektion kombiniert wird, um die Erkennung verdeckter Läsionen in der Brust zu ermöglichen, die tatsächliche Grösse von Krebsläsionen zu beurteilen und ihre Behandlung, z. B. bei einer Chemotherapie, zu beurteilen. Die Ergebnisse sind mit denen einer MRT der Brust vergleichbar, das Verfahren kann jedoch auch bei Patientinnen mit Klaustrophobie und Metallteilen im Körper, wie z. B. Herzschrittmachern, angewendet werden. Diese Untersuchungen sind im Allgemeinen gut verträglich“, erläutert Dr. Med. Martin Müller, Radiologe am Brust-Zentrum in Zürich.
Zu den Vorteile dieser Untersuchung gehört eine bessere Darstellung der Vaskularisation von Veränderungen in der Brust und somit eine höhere Genauigkeit der Diagnose von Brustläsionen. Dieses Verfahren ist in bestimmten Situationen besonders nützlich, da sie bei Kontraindikationen für eine MRT als Ersatz dienen kann. Die Untersuchung hat eine kürzere Dauer als die MRT und bietet gleichzeitig eine hohe diagnostische Effizienz.
Alles über die Mammographie, die wichtigste Vorsorgeuntersuchung
Nach der Selbstabtastung ist die Mammographie ein wichtiger Baustein der Vorsorge. Allerdings ist sie mit dem Vorurteil behaftet, schmerzhaft zu sein. „Viele Patientinnen haben immer noch Angst vor der Mammographie, weil sie Schmerzen beim Zusammendrücken der Brust befürchten oder einfach nicht wissen, wie diese Untersuchung abläuft“, erzählt Anne-Sophie Zenner, Medizin-Radiologie-Technikerin im Affidea Zentrum für Frauen in Sitten.
Ablauf einer Mammographie
Eine Mammographie dauert in der Regel zwischen 10 und 15 Minuten, die Brust wird jedoch nur wenige Sekunden lang zusammengedrückt. Es werden vier Aufnahmen gemacht, d. h. zwei von jeder Brust in zwei verschiedenen Positionen. „Bei einer Mammographie entkleidet die Patientin ihren Oberkörper. Ein:e Radiologietechniker:in positioniert eine Brust auf einer Platte, die manchmal etwas kühl sein kann, und drückt sie mit einer oberen Platte sanft zusammen. Diese Kompression, die unangenehm oder leicht schmerzhaft sein kann, ist wichtig, um qualitativ hochwertige Bilder zu erhalten und reduziert gleichzeitig die Belastung durch die Röntgenstrahlen. Unsere Rolle ist entscheidend, um optimale Aufnahmen zu erhalten und sicherzustellen, dass sich die Patientin während der Untersuchung wohlfühlt. Dazu sind die Zuhören und Verständnis unerlässlich“, erläutert Heidi Grimaldy, Medizin-Radiologie-Technikerin bei Affidea Givision – Standort Spital Daler in Freiburg.
Wie oft sollte eine Mammographie durchgeführt werden?
Das Mammographie-Screening erfolgt alle zwei Jahre, üblicherweise zwischen dem 50. und 74. Lebensjahr, und zwar auch dann, wenn keine Symptome vorliegen. Frauen mit Risikofaktoren wird die präventive Mammographie angeboten. Das Anfangsalter für die Kontrolluntersuchungen und das Intervall zwischen den Screenings werden durch die Risikofaktoren bestimmt. Wenn Risikofaktoren vorliegen, werden das Alter, in dem die Mammographie-Screenings beginnen, und die Abstände zwischen den Untersuchungen der jeweiligen Situation angepasst. Die diagnostische Mammographie ist eine einmalige Untersuchung, die infolge eines Auftretens von Anzeichen und Symptomen in der Brust durchgeführt wird. Affidea Schweiz führt jährlich rund 35.500 Mammographie-Screenings und diagnostische Mammographien durch.
„Mammographie – wir sprechen darüber!“
Anknüpfend an den Erfolg des Abends der offenen Tür 2023 im Affidea Zentrum für die Bildgebung bei Frauen in Freiburg wiederholt Affidea Schweiz diese Veranstaltung und bringt sie ausserdem ins Wallis, in ihr Zentrum für die Bildgebung bei Frauen in Sitten, sowie in das Affidea Brust-Zentrum in Zürich. Bei diesen drei Veranstaltungen steht die Mammographie im Mittelpunkt, mit dem Ziel, sie zu entmystifizieren. Bei einer Führung durch den Mammographie-Bereich mit den Fachärzten und dem medizinischen Team erhalten die Teilnehmerinnen einen Einblick hinter die Kulissen der Brustkrebsvorsorge.
Freiburg: Zentrum Affidea Givision – Standort Spital Daler
Datum: Dienstag, 8. Oktober 2024 von 18 Uhr bis 20 Uhr
Anmeldung an givision.daler@affidea.ch
Ansprechpartner: Dr. Med. Mauro Pugnale, Radiologe
Sitten: Affidea - Zentrum für Frauen
Datum: Freitag, 11. Oktober 2024 von 18 Uhr bis 20 Uhr
Anmeldung an civ@affidea.ch
Ansprechpartnerin: Dr. Med. Roswitha Kremser, Radiologin
Zürich: Affidea – Brust-Zentrum
Datum: Samstag, 26. Oktober 2024 von 10 Uhr bis 16 Uhr
Anmeldung auf der Website https://brust-zentrum.ch/anmelde/
Ansprechpartnerin: PD Dr. Med. Constanze Elfgen, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe mit Schwerpunkt Senologie am Brust-Zentrum.
Zürich: Affidea – Plastic Surgery Group
„Brustrekonstruktion – wir sprechen darüber!“
Im Zentrum Affidea – Plastic Surgery Group in Zürich findet am Mittwoch, den 16. Oktober 2024 von 16 Uhr bis 19 Uhr eine Veranstaltung rund um den der Brustrekonstruktion gewidmeten „BRA DAY“ statt.
„Bei Affidea – Plastic Surgery Group in Zürich setzen wir uns für das Wohlbefinden unserer Patient:innen ein, unter anderem mit der Initiative des „BRA Day“. Wir möchten darauf aufmerksam machen, wie wichtig eine ganzheitliche Betreuung auf dem Weg zur Brustrekonstruktion und der anschliessenden Heilung ist. Die Teilnehmer:innen haben die Möglichkeit, unser umfassendes therapeutisches Angebot kennen zu lernen und sich direkt mit unserem Team aus Therapeut:innen und Ärzt:innen auszutauschen“, erläutert Dr. Med. Doris Babst, FMH für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie.
Kontakt
Ansprechpartnerin: Dr. Med. Doris Babst, FMH für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie.
Selbstabtastung: Ganz einfach zu Hause dank Tutorial und Mandelöl
Dank immer intensiverer Prävention wird ein Drittel der Neuerkrankungen bei Selbstuntersuchungen erkannt. Ein präventives Tutorial von Affidea Schweiz erläutert die richtige Vorgehensweise für die Selbstabtastung. Darüber hinaus schenkt Affidea im Monat Oktober jeder Patientin in allen Affidea-Zentren in der Westschweiz und in Zürich ein Mandelöl von Biences Swiss Cosmetics für die Selbstabtastung zu Hause.
Vorgehensweise für die Selbstabtastung:
Die Selbstabtastung sollte einmal im Monat und auch noch nach der Menopause durchgeführt werden.
Der ideale Zeitpunkt liegt zwischen dem 2. und 3. Tag nach Beginn der Periode.
Einfach den Arm anheben und die Brust und die Achselhöhle sowie die Brustfalte auf sichtbare Veränderungen überprüfen.
Etwas Duschgel oder ein Massageöl auftragen und die Brüste sanft mit den Fingerkuppen abtasten: von unten nach oben, von der Brustwarze nach aussen und mit den Fingerspitzen kleine Kreise ziehen.
Die Brüste auf Anzeichen von Vertiefungen oder Knötchen, Rötungen oder andere sichtbare oder tastbare Veränderungen der Haut sowie ungewöhnliche optische Veränderungen der Brustwarzen untersuchen.
Bei Feststellung eines oder mehrerer dieser Symptome sollte direkt beim Gynäkologen oder der Gynäkologin eine Kontrolluntersuchung vereinbart wenden.
