Meet our people - Dr. med. Doris Babst

Dr. med. Doris Babst ist Fachärztin für Plastisch-, Rekonstruktive- und Ästhetische Chirurgie.


08/03/2025

Dr. med. Doris Babst ist Fachärztin für Plastisch-, Rekonstruktive- und Ästhetische Chirurgie und arbeitet seit sechs Jahren bei der Plastic Surgery Group. Besonders schätzt sie Verbindung von ästhetischer und rekonstruktiver Chirurgie im Bereich der Brustchirurgie sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit ihren Kolleg:innen. In ihrer leitenden Position übernimmt sie sowohl medizinische als auch betriebswirtschaftliche Verantwortung. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit engagiert sie sich im Vorstand der Swiss Plastic Surgery. Als Mutter von drei Kindern empfindet sie die Vereinbarkeit von Karriere und Familie als herausfordernd, meistert sie jedoch durch eine weitgehend gleichberechtigte Aufteilung der Familienarbeit mit ihrem Ehemann und ein starkes Unterstützungsnetz. Für sie ist es essenziell, für ihre Kinder präsent und verfügbar zu sein, sowie gemeinsame Erlebnisse zu teilen. Zum Internationalen Frauentag ermutigt sie Frauen, weibliche Netzwerke zu stärken und als inspirierende Vorbilder für mehr Gleichstellung im Berufsleben zu wirken.

2025.03.08 Doris Babst 2 DE.webp

Was schätzen Sie besonders an Ihrer Rolle?

Ich liebe meinen Beruf als Ärztin und Chirurgin und empfinde ihn als sehr erfüllend. Mir gefällt besonders die Verbindung von ästhetischer und rekonstruktiver Chirurgie im Bereich der Brustchirurgie. Ich schätze zudem die Arbeit in einem innovativen und engagierten Ärzt:innen Team bei der Plastic Surgery Group sowie die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit dem Team des Brustzentrums – stets mit dem Ziel, eine exzellente Patient:innenversorgung zu gewährleisten. In meiner Führungsposition habe ich zudem die Möglichkeit, das Unternehmen aktiv mitzugestalten und weiterzuentwickeln. Dadurch kann ich nicht nur medizinische, sondern auch betriebswirtschaftliche Verantwortung übernehmen.

Haben Sie neben Ihrer beruflichen Tätigkeit noch andere Verpflichtungen oder Engagements?

Ich habe das große Glück, Mutter von drei Kindern im Alter von drei bis neun Jahren zu sein – eine wunderschöne, herausfordernde und sehr erfüllende Aufgabe.

Darüber hinaus bin ich Vorstandsmitglied unserer Fachgesellschaft, der Swiss Plastic Surgery, und engagiere mich dort in verschieden Projekten und setze mich für die Interessen unserer Fachdisziplin, sowie die Aus- und Weiterbildung ein. Zudem bin ich in die Organisation von Kongressen involviert und engagiere mich dort aktiv.

Wie managen Sie effektiv Ihre beiden Aktivitäten und welchen Nutzen ziehen Sie daraus?

Eine gute Organisation und effiziente Zeitplanung sind essenziell. Mein Beruf bringt immer wieder neue, spannende Herausforderungen und ist für mich sehr erfüllend. Besonders schätze ich im Vorstand der Fachgesellschaft den bereichernden Austausch mit Kolleginnen und Kollegen sowie das berufliche Netzwerk.

An absolut oberster Stelle steht für mich aber meine Familie. Sie hilft mir, einen gesunden Abstand zu meinen beruflichen und außerberuflichen Verpflichtungen zu wahren.

Wie gelingt es Ihnen, eine ausgewogene Balance zwischen Ihrem Familienleben und Ihren beiden beruflichen Engagements zu finden? Wie organisieren Sie sich dabei?

Das ist sicher eine grosse Herausforderung - und es gelingt nicht immer so, wie ich mir das wünsche. Mein Ehemann und ich teilen uns die Familienarbeit weitgehend gleichberechtigt auf. Da er ebenfalls Chirurg ist, besteht ein grosses gegenseitiges Verständnis und Unterstützung in all unseren beruflichen und familiären Aufgaben. Zudem haben wir das Privileg, auf eine starke familiäre und außerfamiliäre Unterstützung zurückgreifen zu können. Unsere Kinder besuchen eine Kita und Schule, die ausserdem auf die Bedürfnisse und Herausforderungen berufstätiger Eltern ausgerichtet sind. Unsere gemeinsame Familienzeit hat oberste Priorität – für uns ist es essenziell, für die Kinder präsent und verfügbar zu sein, sowie gemeinsame Erlebnisse und Aktivitäten zu teilen.

Als Frau, wie bringen Sie Ihre anspruchsvolle medizinische Karriere mit anderen Aspekten Ihres Privatlebens in Einklang?

Um beides zu vereinen, arbeite ich aktuell in einem hochprozentigen, aber reduzierten Pensum. Bei der Plastic Surgery Group habe ich zudem die Möglichkeit, mein Spezialgebiet – die rekonstruktive und ästhetische Brustchirurgie – in einem planbaren Umfeld auszuüben, mit vergleichsweise wenigen Notfällen.

Das erleichtert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, doch es bleibt eine große Herausforderung, sowohl eine chirurgische Karriere als auch die Mutterrolle mit drei Kindern unter einen Hut zu bringen.

Gab es im medizinischen Bereich spezielle Herausforderungen, die Sie als Frau erlebt haben? Wie haben Sie diese überwunden?

Während meiner chirurgischen Ausbildung gab es kaum Möglichkeiten, in einem reduzierten Pensum zu arbeiten. Eine Familiengründung war in dieser Zeit praktisch ausgeschlossen und musste bis zum Abschluss des Facharzttitels warten. Ich denke, in den letzten Jahren gab es hier eine positive Entwicklung, und Teilzeitmodelle sind mittlerweile auch schon in der Ausbildung möglich.

Nach der Geburt unserer Kinder wurde ich zudem regelmäßig gefragt, ob und in welchem Umfang ich mein berufliches Pensum reduzieren würde – eine Frage, die meinem Ehemann, der denselben Beruf ausübt, nie gestellt wurde.

Welche Botschaft möchten Sie an Frauen zum Internationalen Frauentag übermitteln?

Wir Frauen sollten uns gegenseitig stärken, weibliche Netzwerke gezielt nutzen und als positive sowie inspirierende Vorbilder für jüngere Generationen wirken. So können wir der Gleichstellung im Beruf einen Schritt näherkommen und zur flexibleren Gestaltung von Berufsleben und Karrieren für alle Geschlechter beitragen.